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THW-Thema

Samstagsausbildung: 5 Phasen der Bergung

17. Juni 2017

Memmingen/Ulm (DH).  Erkunden - Absuchen - Durchforschen - Eindringen - Beräumen. Diese Fünf Phasen strukturieren das Vorgehen bei der Suche nach verschütteten Personen. Theoretische Grundlagen und praktische Anwendung waren Gegenstand des Samstagsdienstes für die Fachgruppe Räumen und die 2. Bergungsgruppe. 

Bei der Suche nach verschütteten Personen ist gerade bei Großschadenslagen ein strukturiertes Vorgehen erforderlich. Richtschnur dafür sind die "Fünf Phasen der Bergung":  1. Phase Erkunden - 2. Phase Absuchen von un- bzw. leicht beschädigten Gebäudeteilen - 3. Phase Durchforschen von raumbildenden Schadenelemente 4. Phase Eindringen auf Verdacht und an allen Stellen, an denen Überleben möglich oder wahrscheinlich ist 5. Phase Beräumen der Trümmer.

Nach einer Wiederholung der theoretischen Grundlagen dieses Konzeptes, der Merkmale der verschiedenen Phasen und zu erwartender und möglicher Gefahren ging es aus dem Hörsaal in die „tatsächliche Schadenslage“.  Der Trümmerkegel auf dem Katastrophenschutz-Übungsplatz „Am Sandhaken“ beim THW Ulm eignete sich hervorragend für die praktische Übung. In Trupps wurde das Gelände in Phase 1 erkundet. In der anschließenden Lagebesprechung wurden die Ergebnisse vorgestellt und das weitere Vorgehen abgestimmt. Bei der Absuche des Trümmerkegels – Phase 2 – wurde bereits eine erste verletzte Person entdeckt, die unkompliziert gerettet werden konnte.  In Phase 3 galt es, sich Zugänge in Schichtungen und Schächte zu schaffen und dort weiter nach Überlebenden zu suchen. Auch hier konnten zwei verletzte Personen gerettet werden. Um den Trümmerkegel nicht zu beschädigen, wurde auf die praktische Durchführung der Phasen 4 und 5 verzichtet.  

Da die DRK Rettungshundestaffel Göppingen zur gleichen Zeit auf dem Gelände übte, konnten wir gemeinsam eine kleine Übung durchführen. Die Rettungshunde spürten zwei vermisste Personen auf, die anschließend von den Helferinnen und Helfern des THW gerettet wurden. Danke DRK Rettungshundestaffel Göppingen für die hervorragende und unkomplizierte Zusammenarbeit, hat Spaß gemacht!

Informationen zur DRK Rettungshundestaffel Göppingen finden Sie hier!

Bilder: THW Memmingen

Ausbildung Schachtrettung

13. Juni 2017

Memmingen (DH). Helfer der Fachgruppe Räumen üben das Erkunden eines Schachtes. Zwei in einem Kanalsystem vermisste Arbeiter können nach der Erkundung gerettet und sicher an die Oberfläche transportiert werden.

Das Vordringen in Schächte ist mit vielfältigen Gefahren verbunden. Für die Einsatzkräfte sind daher besondere Vorsichtsmaßnahmen notwendig; hierzu zählen insbes. der Einsatz eines Multiwarn-Gerätes, das bei Gasen Alarm schlägt, und die Sicherung der Helfer mit Sicherheitsseilen, die eine Notrettung ermöglichen.

Die Helfer verschafften sich zunächst einen Zugang in das Schachtsystem. Da die Messungen keine Gefährdung durch Gase erkennen ließen, war ein weiteres Vordringen auch ohne schweren Atemschutz möglich. Im Zuge der weiteren Erkundung der Gänge konnten die zwei vermissten Arbeiter gefunden, versorgt und schließlich mit Hilfe des Schleifkorbs und eines Dreibocks gerettet werden. Eine besondere Herausforderung stellte dabei der möglichst schonende Transport der Verletzten durch den senkrechten Zugang in den Schacht dar. 

Bilder: THW Memmingen

Telefonieren - Disponieren - Alarmieren - Koordinieren: zu Besuch bei der Leitstelle

22. Mai 2017

Memmingen/Krumbach (DH). Die  beiden Fachgruppen Räumen und Logistik/Verpflegung des Ortsverbandes Memmingen besuchten am 22. Mai 2017 die Integrierte Leitstelle Donau Iller in Krumbach. Von hier aus werden die Einsätze des Rettungsdienstes, der Feuerwehren, des THW sowie der weiteren Hilfsdienste im Bereich der Landkreise Günzburg, Neu-Ulm, Unterallgäu und der Stadt Memmingen koordiniert und begleitet. Die ILS Donau Iller begleitet damit auch die regionalen Einsätze des THW Memmingen.

Schon die Kleinsten im Kindergarten lernen bei uns in Deutschland: Der Notruf 112 sorgt für schnelle Hilfe im Notfall. Dass die Hilfe auch da ankommt, wo sie gebraucht wird, und dass die Rettungskräfte geschickt werden, die möglichst schnell am Einsatzort sein können, das stellt die Arbeit der Disponenten der Integrierten Leistelle (ILS) sicher. Sie nehmen Notrufe entgegen, erfassen Ort, Art und Ausmaß des Notfalls und alarmieren dementsprechend die nötigen Einsatzkräfte. Die ILS sorgt dafür, dass die Helferinnen und Helfer da helfen können, wo sie gebraucht werden. 

Bei ihrer Aufgabe werden die Disponentenvon moderner Funk- und Kommunikationstechnik unterstützt. Gerade zu der für den Feuwerwehr- und THW-Bereich anstehenden Umstellung auf Digitalfunk hatten die Helferinnen und Helfer des THW Memmingen zahlreiche Fragen, auf die die Mitarbeiter der Leitstelle kompetent Auskunft geben konnten.

Weitere Informationen zur Arbeit der ILS Donau Iller finden Sie hier!



Übung des GFB Göppingen

20. Mai 2017

Memmingen/Aalen (DH). Am 20. Mai 2017 führte der THW Ortsverband Aalen eine Großübung KInEX - Katastrophe, Infrastruktur, Exercise - durch, an der auch Helferinnen und Helfer aus dem Ortsverband Memmingen teilgenommen haben. Übungsszenario war ein Erdbeben, das in zwei verschiedenen Einsatzgebieten bearbeitet wurde. 

Helferinnen und Helfer aus elf THW-Ortsverbänden aus Baden-Württemberg und Bayern führten gemeinsam eine Großübung durch. Ein Erdbeben im Ostalbkreis hatte weite Teile der Infrastruktur zerstört, Personen wurden verschüttet oder vermisst. Insbesondere auch die grassierende Geflügelpest stellte die Helferinnen und Helfer bei der Arbeit in einer zerstörten Geflügelzüchterei vor zahlreiche Herausforderungen. Das Szenario ermöglichte nicht nur die Arbeit an der einzelnen Einsatzstelle zu üben, sondern auch die Koordination der zahlreichen eingesetzten Einheiten durch eine THW-Führungsstelle und die Einsatzabschnittsleitungen in einem realtiätsnahen Übungsbetrieb zu erproben und zu optimieren.

Die Memminger Helfer waren dem Einsatzabschnitt Hülen zugeordnet, in dem die Schwerpunkte Behelfsstraßenbau, Trümmerräumung, Vermisstensuche und- bergung bearbeitet wurden. Der Zugtrupp aus Memmingen war als Einsatzabschnittsleitung eingesetzt und damit für die Führung von 5 Bergungsgruppen im Unterabschnitt Bergung, von 2 Fachgruppen Räumen und einer Fachgruppe Ortung (A) mit Rettungshunden verantwortlich.

Gemeinsam mit der Fachgruppe Räumen aus Kirchheim unter Teck arbeiteten die Memminger Räumer am Bau einer Behelfsstraße, um eine nach dem Erdbeben unterbrochene Zufahrtsstraße wieder befahrbar zu machen. Die Fachgruppe Logistik/Verpflegung war für die Versorgung der etwa 150 Helferinnen und Helfer sowie zahlreicher Verletztendarsteller und Gäste der Übung eingesetzt.

Bilder: THW Memmingen


Ausbildung am Fire-Trainer

16. Mai 2017

Memmingen (DH). Die Feuerwehr Memmingen schulte am 16. Mai 2017 Helferinnen und Helfer der 2. Bergungsgruppe sowie der Fachgruppen Räumen und Logistik/Verpflegung am "Fire-Trainer" in der Verwendung von Feuerlöschern bei der Brandbekämpfung.


Die Bekämpfung von Bränden gehört nicht zu den primären Aufgaben des THW, und doch besteht immer die Gefahr, das auch die Helferinnen und Helfer im Einsatz oder auch im alltäglichen Berufs- und Familienleben mit Entstehungsbränden konfrontiert werden, bei denen ein schnelles und sachgerechtes Handeln erforderlich ist.

Andreas Land und Roland Stoeber von der Feuerwehr Memmingen und dem Amt für Brand- und Katastrophenschutz der Stadt Memmingen erläuterten zunächst die verschiedenen Typen von Feuerlöschern und zeigten ihre jeweiligen Einsatzbereiche auf. Im praktischen Teil der Ausbildung konnten die Helfer dann versuchen, Kleinbrände schnellstmöglich zu löschen. Höhepunkt der Ausbildung war die Nachstellung einer Fettbrandexplosion, die die fatale Wirkung des Versuchs brennendes Fett mit Hilfe von Wasser abzulöschen demonstrierte. Nicht nachmachen! Umgang mit Feuerlöscher üben: unbedingt!

Bilder: Sandra Schneider, FFW Memmingen

IDS Räumen: Fokus Behelfsstraßen-Bau

1. April 2017

Memmingen/Ingolstadt (DH). Leitthema der diesjährigen „Ideellen Spezialisierung Räumen“ vom 31. März bis 1. April 2017 in Ingolstadt war der behelfsmäßige Straßen- und Wegebau. Theoretische Grundlagen und praktische Durchführung in enger Verzahnung ermöglichten eine gelungene Weiterbildung von Führungskräften und Multiplikatoren für die Ortsverbände in Bayern.

Das Anlegen von „Zu- und Abfahrtswegen für den Einsatzbedarf“ ist eine der sog. STAN-Aufgaben der Fachgruppe Räumen im THW. Obwohl zahlreiche Einsatzszenarien im Katastrophenschutz den Bau einer auch mit schweren Maschinen befahrbaren Behelfsstraße erforderlich machen, kommt dieser Thematik in der Ausbildung der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer oft nur eine untergeordnete Bedeutung zu. Bei den beiden großen Einsätzen der bayerischen Räumgruppen in den vergangenen Jahren wurden derartige Projekte realisiert. In Simbach am Inn etwa wurde in Folge eines Starkregenereignisses eine Straße von den Wassermassen fortgerissen und durch eine Behelfsstraße ersetzt und auch im Zuge der Errichtung des Warteraums für Flüchtlinge in Erding im Jahr 2015 war der Bau einer Zufahrtsstraße notwendig. Auch bei Hochwasserlagen müssen immer wieder große Mengen an Sandsäcken an nur schwer zugängliche Deichabschnitte transportiert werden. Der Neubau einer Zufahrt ist hier oft der einzig mögliche Weg.

Ein Vortrag des Memminger Gruppenführers und Baufachberaters Stephan Zettler führte in die Thematik des Behelfsstraßenbaus ein, wobei ein besonderer Fokus auf die Frage nach den Planungsgrundlagen für ein derartiges Projekt gelegt wurde. Wie muss eine Behelfsstraße dimensioniert sein? Wie ist die Bodenbeschaffenheit? Welche Art von Material und welche Mengen werden benötigt? Welche Maschinen können Transport und Verbau in einer bestimmten Zeit leisten? Eine gründliche Vorbereitung ist – so zeigte der Vortrag auf – eine wesentliche Grundlage für einen erfolgreichen Behelfsstraßenbau. In der praktischen Ausbildung auf dem Pionierübungsplatz Ingolstadt konnten die 50 Helferinnen und Helfer aus 15 Ortsverbänden am Samstag einen Abschnitt einer Behelfsstraße anlegen und verschiedene Aufgabenfelder aus dem Bereich des behelfsmäßigen Baus von Wegen und Straßen unter fachkundiger Anleitung üben. Grundlagen der Vermessungstechnik, wie die Arbeit mit Fluchtstäben, dem Nivelliergerät und einem Rotationslaser waren ebenso Teil der Ausbildung wie die Durchführung von Planierarbeiten mit dem Bergeräumgerät.

Siegfried Schymala, der Leiter des Referats Einsatz im Landesverband Bayern, dankte den ehrenamtlichen Einsatzkräften für ihr Engagement und ihre Einsatzbereitschaft und berichtete über aktuelle Entwicklungen im THW Bayern. Dabei legte er einen besonderen Fokus auf das neue Rahmenkonzept sowie die anstehenden Beschaffungen neuer Fahrzeuge für die Fachgruppen Räumen. Fabian Hopf (OV München-Ost) informierte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über die Ergebnisse der vergangenen Sitzungen der Facharbeitsgemeinschaft Räumen.

Alexander Ruzzi (OV Ingolstadt) organisierte die von Laura Lorenz, der Sachbearbeiterin Einsatz in der Geschäftsstelle Schwandorf, koordinierte Veranstaltung vor Ort und präsentierte gemeinsam mit den übrigen Helferinnen und Helfern den Ortsverband Ingolstadt als einen hervorragenden Gastgeber.

Bilder: Florian Kispert, Stephan Zettler, Michael Matthes (OV Pfaffenhofen), Dominik Helms

Einsatz: Brand Maschinenhalle in Zaisertshofen

24. Januar 2017

Memmingen/Zaisertshofen (DH). In den frühen Morgenstunden bemerkte eine Zeitungsausträgerin einen Großbrand bei Zaisertshofen (Tussenhausen). Neben zahlreichen Feuerwehren und dem Rettungsdienst wurde auch der Fachberater des THW Memmingen alarmiert. Im Verlauf des Einsatzes wurde die Fachgruppe Räumen angefordert, um die Feuerwehr bei der Bekämpfung von Glutnestern zu unterstützen.

Gegen 4:00 Uhr wurde der Leitstelle ein Brand im Bereich eines Bauernhofes gemeldet. Neben den Feuerwehren aus Zaisertshofen, Bad Wörishofen, Eppishausen, Ettringen, Markt Wald, Mindelheim, Salgen und Tussenhausen sowie dem Rettungdienst wurde der Fachberater des THW Memmingen angefordert. Glücklicherweise waren das Wohngebäude und die Stallungen nicht betroffen. Allerdings stand eine freistehende Maschinenhalle in Vollbrand.

Um 5:30 Uhr wurde die Fachgruppe Räumen nachgefordert, um schwelendes Stroh aus der teilweise eingestürzten Halle zu bringen und von der Feuerwehr ablöschen zu lassen. Nach erfolgter Freigabe der Brandstelle durch die Polizei begann ein Bagger mit dem Abtragen von Gebäudeteilen. Mit dem LKW-Kipper wurde das teils noch im Brand befindliche Material zum Ablöschplatz transportiert und dort mit Hilfe des Radladers gelockert und aufgefächert, so dass ein effektives Ablöschen möglich war. Um 15:30 Uhr waren die Arbeiten abgeschlossen. Neben dem Fachberater waren sechs Helfer des THW im Einsatz.

Bilder: THW Memmingen


Gemeinsame Ausbildung Abstützsystem-Holz (ASH) mit der Feuerwehr Memmingen und dem THW Neu-Ulm

Memmingen/Boos (DH). Decken und instabile Wände abzustützen zählt nach Gasexplosionen, Bränden oder Erdbeben immer wieder zu den Aufgaben des THW. Um Einsatzkräfte und Anwohner zu schützen, stehen dem THW verschiedene Abstützsysteme zur Verfügung. Dazu zählt neben dem in Memmingen verfügbaren Einsatz-Gerüst-System (EGS) auch das Abstützsystem Holz (ASH).

Am 5. November führte der THW Ortsverband Memmingen zusammen mit der Feuerwehr Memmingen und dem THW Ortsverband Neu-Ulm eine Ausbildung durch. Gemeinsam sollte an der „Alten Molkereischule“ in Boos mit Hilfe des Abstützsystems Holz (ASH) eine Abstützung von 10m Höhe errichtet werden.

Seit diesem Jahr verfügt der Ortsverband Memmingen über einzelne Elemente dieses Systems, das in Bayern komplett nur an den THW-Standorten Freising, Weilheim und Marktredwitz vorgehalten wird. Einer der größten Vorteile des ASH ist, dass die für den Aufbau benötigten Holzelemente vorkonfektioniert vorgehalten werden. Traditionelle Abstützmaßnahmen, bei denen vor Ort aus unkonfektioniertem Holz eine Abstützung gebaut wird, sind vielfach viel zu zeitintensiv.

Nach einer kurzen Einführung und Besprechung in der Unterkunft des Ortsverbandes Memmingen fuhren die Helfer zum Übungsobjekt in Boos. Die Fahrzeuge wurden so positioniert, dass ein möglichst effektives Arbeiten möglich ist – gerade angesichts der Dimensionen der Abstützung und dem notwendigen Zusammenspiel des Ladekrans aus Neu-Ulm mit dem Memminger Kipper und der Drehleiter der Feuerwehr Memmingen war dies von besonderer Bedeutung. In rund drei Stunden bauten die Einsatzkräfte von THW und Feuerwehr ein Segment einer Abstützung von 10m Höhe auf. Dabei wurden Stärken dieses Systems hinsichtlich der Montage ebenso sichtbar wie die Herausforderungen im Zusammenspiel von Einsatzkräften, Kran und Drehleiter. THW und Feuerwehr konnten dabei wichtige Erfahrungen für die Verwendung dieses Systems im Einsatz sammeln.

Die Fachgruppe Logistik/Verpflegung des THW Memmingen versorgte die Einsatzkräfte vor Ort, so dass auch der Rückbau der Konstruktion zügig erfolgen konnte.

Das THW Memmingen dankt der Gemeinde Boos sehr herzlich für die Möglichkeit, die Abstützung an einem ihrer Gebäude errichten zu dürfen und so am realen Objekt üben zu können. Der Dank gilt ebenso dem THW Neu Ulm und der Feuerwehr Memmingen mit ihren Einsatzkräften für die Unterstützung und die unkomplizierte Zusammenarbeit.

Bilder: Stephan Zettler, Dominik Helms

Ausbildungswochenende Räumen

12.-14. August 2016

Memmingen/Landesberg am Lech (DH). Die Fachgruppe Räumen des THW Ortsverbandes Memmingen führte vom 12. bis 14. August 2016 ein Ausbildungs- und Übungswochenende durch. Das abwechslungsreiche Gelände des Bundeswehr Standortübungsplatz Landsberg-Lechrain bot zahlreiche Möglichkeiten für die Helfer, technische Grundfertigkeiten unter einsatznahen Bedingungen zu wiederholen und zu trainieren.

Die Helfer errichteten am Freitag-Abend zunächst das Camp. Nach Einbruch der Dunkelheit wurde eine Übung zum Themenbereich Kartenkunde durchgeführt. In einem unbekannten Gelände mussten die Helfer verschiedene UTM-Koordinaten ansteuern. Der Samstag-Vormittag war dem Thema „Erdanker“ gewidmet. In verschiedenen Techniken wurden Erdanker erstellt und auf ihre Belastungsfähigkeit hin überprüft. Ziel war es, zu ermitteln mit welcher Technik eine bestimmte Kraft aufgenommen werden kann, sodass im Einsatzfall eine sichere und zugleich zeitökonomische Bauart angewandt wird. Am Nachmittag widmeten sich die Helfer der Arbeit mit dem Bergeräumgerät. Auf einem Kiesplatz wurden Unebenheiten ausgeglichen, um so ebene Aufstellflächen zu erreichen. Auch das Fahren im Gelände konnte auf dem Standortübungsplatz geübt werden.

Am Sonntagmorgen wurde das Camp abgebaut, sämtliches Material wieder auf die Fahrzeuge verlastet und die Heimfahrt in den Ortsverband angetreten.

Bilder: THW Memmingen

Einsatz: Großeinsatz des THW in Simbach am Inn

9.-12. Juni 2016

Simbach/Memmingen (DH).  Vom 9.–12. Juni 2016 war die Fachgruppe Räumen des Technischen Hilfswerks  (THW) Memmingen zur Unterstützung der Aufräumarbeiten nach einem Unwetter in Simbach am Inn. Nachdem ein Starkregen am 1. Juni zu schwersten Überflutungen mit umfangreichen Schäden geführt hatte, waren Einsatzkräfte der verschiedensten Organisationen vor Ort, um die betroffenen Menschen zu retten, zu versorgen sowie die dringlichsten Schäden zu beheben. Aufgrund der weitgehenden Zerstörung der Infrastruktur wurden auch zahlreiche Spezialkräfte des THW angefordert.

Das THW hat dabei Fähigkeiten aus allen Bereichen seines vielfältigen Einsatzrepertoires eingesetzt. So wurden mit Trinkwasseraufbereitungsanlagen 3,1 Millionen Liter Trinkwasser aufbereitet. 750.000 Liter mit Öl verschmutzten Wassers wurden mit einer Ölseparationsanlage gereinigt. In Wittibreut (Landkreis Rottal-Inn) errichteten Helferinnen und Helfer der Fachgruppe Brückenbau eine Behelfsbrücke, da die ursprüngliche Brücke aufgrund der Starkregenfälle und Überschwemmungen nicht mehr befahren werden konnte. Drei weitere Brücken werden in den kommenden Wochen errichtet. Baufachberater beurteilten die Statik angeschlagener und gefährdeter Gebäude und entwickelten Konzepte für eine fachgerechte Abstützung oder empfahlen die Sperrung einsturzgefährdeter Gebäude. THW-Kräfte pumpten Keller leer, stellten mit Notstromaggregaten Strom zur Verfügung, leuchteten Einsatzstellen aus und verbauten Sandsäcke.

Die Helfer der Fachgruppe Räumen des THW Memmingen wurden mit dem Berge-Räumgerät (Radlader) und dem LKW-Kipper angefordert. Gemeinsam mit den Räumgruppen aus Rosenheim, München, Ingolstadt, Augsburg, Schwandorf und Eggenfelden beseitigten die acht Helfer aus Memmingen Schutt, Geröll und Schlamm von den Straßen, Bauschutt und Sperrmüll wurde auf LKWs verladen und zu zentralen Sammeldeponien gefahren. An zwei Hängen in Simbach und Umgebung wurden umfangreiche Sicherungs- und Stabilisierungsmaßnahmen durchgeführt. Ein (erneuter) Murenabgang hätte hier mehrere Häuser und damit weitere Menschenleben in Gefahr gebracht.

Vier Tage waren die Memminger Helfer in Simbach im Einsatz. Die Bilder hinterließen bei ihnen tiefe Eindrücke und zeigten eindrucksvoll die Zerstörungsgewalt des Wassers im so beschaulich erscheinenden Simbach auf. Die gröbsten Hindernisse auf den Straßen sind zwar entfernt und diese wieder weitgehend passierbar und eine Grundversorgung in allen Bereichen der Infrastruktur ist wieder hergestellt, dennoch werden die Aufräumarbeiten noch Monate dauern.

Weitere Informationen über den THW-Einsatz in Simbach auf den Seiten des Landesverbandes Bayern: hier, hier und hier sowie auf den Seiten der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk: hier und hier.

Bilder: THW Memmingen (Tobias Hassel, Thomas Heiland, Florian Kispert)

Helferinnen und Helfer der Bergungs- und Fachgruppen absolvieren gemeinsame Übung

21. Mai 2016

Memmingen (DH).  Als Szenario der Einsatzübung von Helferinnen und Helfern der Bergungs- und Fachgruppen des THW Memmingen wurde angenommen, dass ein PKW in ein Wohnhaus gerast war. Durch die Wucht des Aufpralls war der Fahrer im Fahrzeug eingeklemmt und das Gebäude derart beschädigt, dass Einsturzgefahr bestand. Ein im Abriss befindliches Gebäude in Memmingerberg bot ideale Rahmenbedingungen, diese Lage zu simulieren.


Nach Alarmierung des THW Memmingen rückte der Zugtrupp zur Erkundung aus. Nach der ersten Lagebeurteilung wurde die 1. Bergungsgruppe zur Rettung der im Fahrzeug eingeklemmten Person angefordert. Der Baufachberater des Ortsverbandes stellte nach Sichtung der äußeren Gebäudeschäden eine Einsturzgefährdung fest. Die 2. Bergungsgruppe wurde, unterstützt durch die Helferinnen und Helfer der Fachgruppen Ortung und Räumen, mit der Abstützung des Gebäudes beauftragt.

Neben einer Abstützung mit dem Einsatz-Gerüst-System (EGS) sollte auch eine Holz-Abstützung errichtet werden. An je einer Seite des Gebäudes wurde mit diesen Systemen ein Streb-Stütz-Bock errichtet um die Gefahr eines Einsturzes auszuschließen. Auch im Inneren wurden zur weiteren Erkundung Abstützungen im Bereich des Erdgeschosses und des Kellers vorgenommen; dieser stand aufgrund eines Wasserleitungsschadens Hüfthoch unter Wasser, sodass zur Erkundung besondere Vorsichtsmaßnahmen notwendig waren. Die gestellten Aufgaben verlangten von den Helferinnen und Helfern den Umgang mit einer Vielzahl von verschiedenen Werkzeugen und Techniken.

Zur Versorgung der Helferinnen und Helfer wurde die im Ortsverband stationierte Fachgruppe Logistik/Verpflegung angefordert, die die Einsatzkräfte an der Einsatzstelle mit Essen und Getränken versorgte.

Das THW-Memmingen dankt der Firma Max Wild und  A. Kutter GmbH, die uns das Übungsobjekt und das verunfallte Fahrzeug zur Verfügung gestellt haben. Die Durchführung von Übungen unter realitätsnahen Bedingungen ist entscheidend für den späteren Einsatzerfolg. Dass das Szenario nicht konstruiert ist, zeigten die Pressemeldungen des Tages. Am Morgen des gleichen Tages ereignete sich im etwa 50km entfernten Baienfurt (Landkreis Ravensburg) ein ähnlicher Unfall mit einem Bus, zu dem die Kameradinnen und Kameraden des THW Weingarten alarmiert wurden.

Bilder: THW Memmingen


Einsatz: Brand Bauernhof in Hart (Memmingen)

11. Mai 2016

Hart/Memmingen (DH). Am Mittwoch, den 11. Mai, wurde der Integrierten Leitstelle der Brand einer Stallung in Hart bei Memmingen gemeldet. Zusammen mit den Feuerwehren Memmingen, Amendingen, Buxach und Volkratshofen, dem Rettungsdienst wurde auch der Fachberater THW des Ortsverbands Memmingen alarmiert.

Aufgrund der bestehenden Einsturzgefahr wurde der  Baufachberater des Ortsverbandes zu einer Lagebeurteilung nachgefordert. Die Einsatzleitung entschied daraufhin, Teile der Gebäude durch den Radlader der Fachgruppe Räumen des THW Memmingen niederlegen zu lassen. Gegen 10:20 Uhr wurde das Bergeräumgerät (Zettelmeyer Radlader ZL 1801) mit weiteren Helfern nachalarmiert. Nachdem die Helfer einige einsturzgefährdete Wände niedergelegt hatten, wurden mit Hilfe des Radladers weitere Zugänge zur Brandbekämpfung geschaffen. Anschließend standen die Helfer noch bis ca. 13:30 Uhr für weitere Aufträge der Einsatzleitung in Bereitschaft. 

Bilder: THW Memmingen

Einsatzübung von Feuerwehr und THW

19. Februar 2016

Memmingen (DH). Bei Großschadenslagen und größeren Unglücksfällen ist die reibungslose Kooperation der Führungs- und Einsatzkräfte verschiedener Organisationen eine wichtige Voraussetzung für den Einsatzerfolg. Um die Zusammenarbeit im Einsatzfall zu erleichtern, führten die Feuerwehr Memmingen (Löschzug 5) und der THW-Ortsverband Memmingen eine gemeinsame Einsatzübung durch.

Ein Fahrzeugführer verliert im Kreisverkehr die Kontrolle über sein Fahrzeug, durchbricht einen Bauzaun und bleibt an der Abbruchkante eines eingerissenen Gebäudes hängen. Eine in den Trümmern des Hauses verschüttete Person muss gerettet werden. Im Keller des Gebäudes entwickelt sich zeitgleich ein Kleinbrand. Ein derzeit im Abriss befindlicher Gebäudekomplex in Memmingen bot gute Möglichkeiten, dieses Übungsszenario realitätsnah zu bearbeiten.

Aufgabenschwerpunkt der Helferinnen und Helfer des THW waren die großflächige Ausleuchtung der Einsatzstelle und die Rettung der verschütteten Person. Um das Fahrzeug zu bergen und den Fahrer des verunfallten PKWs zu befreien, musste eine Abstützung der Kellerdecke errichtet werden. Die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr sicherten den PKW, löschten unter Einsatz von Atemschutz den Brand ab und retteten die eingeklemmte Person aus dem Fahrzeug.

Der Übungsverlauf hat einerseits die gute Zusammenarbeit der Führungskräfte gezeigt und andererseits konnten die Einsatzkräfte auch, da einige Aufgaben in „gemischten Trupps“ ausgeführt wurden, die Arbeitsweise und Fähigkeiten der je anderen Organisation kennen lernen.

Ausbildung der Fachgruppe Räumen: Motorsäge

16. Januar 2016

Ottobeuren/Langenberg (DH). Die Fachgruppe Räumen nutzte ihren ersten Samstagsdienst zu einer Ausbildung im Umgang mit der Motorsäge.

Im Zuge von Baumfällarbeiten in Langenberg bei Ottobeuren bestand für die Fachhelfer Räumen Gelegenheit, die Arbeit mit der Motorsäge zu trainieren. Zwar verfügen die Helfer als „Bediener Motorsäge“ alle über eine entsprechende Ausbildung, für eine routinierte und sichere Handhabung – auch im Einsatzfall – ist es jedoch unerlässlich, die notwendigen Techniken regelmäßig anzuwenden und weiterzuentwickeln. Nach einer Wiederholung der theoretischen Grundlagen an einem vorangehenden Dienst, stand der Samstag ganz im Zeichen der Praxis: Fälltechnik, Baumfällung sowie Schneiden von liegendem Holz (auch unter Spannung).

Bilder: Tobias Hassel, Thomas Heiland, THW Memmingen

Aufbau Warteraum Asyl in Erding

24. Oktober 2015

Erding (DH) Im Auftrag des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge hat das THW in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz und der Bundeswehr einen sog. Warteraum für bis zu 5.000 Flüchtlinge errichtet.

Seit Ende September ist das THW in einem Teilbereich des Fliegerhorstes Erding im Einsatz, um eine Unterbringung von Flüchtlingen in den dort vorhandenen Gebäuden und Einrichtungen zu ermöglichen. In den letzten Wochen arbeiteten dort regelmäßig bis zu 350 ehrenamtliche Helfer aus THW-Ortsverbänden des gesamten Bundesgebietes. In etwa einem Monat wurden die ehemaligen Flugzeug-Shelter zu winterfesten Flüchtlingsunterkünften umgebaut. Damit dort 5.000 Personen untergebracht werden können, mussten auch zahlreiche Straßen und Wege angelegt sowie Strom- und Wasserleitungen verlegt werden. Das sog. Camp Shelterschleife konnte am 19. Oktober 2015 seinen Betrieb aufnehmen. Bis zur vollständigen Fertigstellung gehen die Arbeiten parallel zum laufenden Betrieb weiter.


Einige Helfer aus dem Ortsverband Memmingen unterstützten insbesondere die Elektroinstallationsarbeiten; die Fachgruppe Räumen war für ein Wochenende mit dem LKW-Kipper und dem Bergeräumgerät im Einsatz um Erdarbeiten durchzuführen. Ein Helfer war für längere Zeit als Campplaner für den Bereich Straßen- und Wegebau in Erding. 


LKW Kipper und BRmG beim Abtransport von Bauschutt.
Abfahrt nach dem Einsatz in die Heimat.
Sowohl in der Planung als auch in der Ausführung arbeiteten die Pioniere der Bundeswehr sowie das THW eng zusammen.
Erstellen des Planums.
Anpassen der Längs- und Querneigung im Verlauf der Straßenachse.
Im Anschluss wurde die Straße asphaltiert.
Ein Teil des Teams, das im Einsatz war.
Das Beladen von Stückgut ist mittels Palettengabel möglich.
Arbeiten mit dem Sortiergreifer.
Mit dem Sortiergreifer ist es möglich Trümmer punktgenau zu fassen und zu entfernen.
Arbeiten mit dem Tieflöffel.
Transport des Baggers und Anbaugeräten auf dem Kipper mit Tieflader.

FGr Räumen testet weitere Alternative zum Radlader

September 2015

Memmingen (TH). Die letzten drei Wochen hatte der OV Memmingen mit der FGr Räumen die Möglichkeit das breite Einsatzspektrum mit einem Liebherr Mobilbagger 914 der 15to Klasse zu erfahren.


Die bundesweit 130 Zettelmeyer 1801 mit Anbaugerät gehen auf die 30 Jahre Betriebsdauer zu. Deshalb laufen die Vorbereitungen zur Neubeschaffung bereits. Geplant ist ein Mix aus verschiedenen (Erd-)Baumaschinen, zur näheren Auswahl kommen Radlader, Teleskoplader und Bagger. Zu diesem Thema wollte sich auch die Fachgruppe Räumen aus dem Ortsverband Memmingen ein Bild über die möglichen Alternativen zum Radlader machen. Anfang des Jahres konnten die Helfer den Erprobungs-Teleskoplader aus dem Ortsverband Lauf Nürnberger-Land testen und ausprobieren. Mit den verschiedenen Anbaugeräten deckt er ein breites Spektrum verschiedenster Einsatzoptionen ab. 

Im Hinblick auf die ideelle Spezialisierung Räumen die Ende September im Ortsverband Memmingen stattfinden sollte, wollte man gemeinsam mit den anderen Räumgruppen noch einmal einen abschließenden Blick auf die drei Maschinentypen werfen. Nach ein paar informativen Gesprächen erklärte sich die Firma Liebherr bereit, uns für die IdS einen Mobilbagger 914 mit Tieflöffel, Sortiergreifer und Palettengabel zur Verfügung zu stellen. Großzügigerweise konnten wir den Bagger schon zwei Wochen früher entgegennehmen und bereits erste Erfahrungen sammeln.

Erprobt wurde unter anderem die Trümmerbeseitigung, was mithilfe des Sortiergreifers gezielt und kraftvoll geschehen kann. Erdbewegungsarbeiten sind ohne Frage die Mutterdisziplin des Mobilbaggers, aber auch die Be- und Entladung von Stückgütern auf Paletten. All diese Aufgaben kann der Bagger ohne große Probleme erfüllen. Er erfordert aber aufgrund der deutlich komplexeren Bewegungsabläufe des Baggerarms mehr Übung, als im Vergleich zum Radlader oder Teleskoplader.

Aufgrund der andauernden Flüchtlingseinsätze im ganzen Bundesgebiet, wurde die IdS durch den Landesverband Bayern kurzfristig abgesagt. Somit konnten die geplanten Ausbildungen, unter anderem mit dem Bagger, nicht durchgeführt werden.

An dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön an Herrn Leiprecht von der Liebherr-Hydraulikbagger GmbH, der uns sowohl zur IdS hin unterstütze, als auch bei der Beschaffung des Baggers samt Anbaugeräten behilflich war. 


Bilder: THW Memmingen

Das "Camp" in der Nacht
Bau einer Seilbahn über einen Graben
Mit dem BRmG wurden Wege angelegt

Ausbildungs- und Übungswochenende der Fachgruppe Räumen

07. August 2015



Dornstadt (DH). Bereits zum zweiten Mal führte die Fachgruppe Räumen des THW Ortsverbandes Memmingen vom 7. bis 9. August 2015 ein Ausbildungs- und Übungswochenende durch. Das abwechslungsreiche Gelände des Bundeswehr-Standortübungsplatzes Lerchenfeld bei der Rommel-Kaserne (Dornstadt) bot zahlreiche Möglichkeiten für die Helfer, technische Grundfertigkeiten unter einsatznahen Bedingungen zu wiederholen und zu trainieren.


Am Freitagabend wurde nach einer Erkundung des nördlichen Geländes zunächst das „Camp“ aufgebaut, so dass die Unterbringung und eigenständige Verpflegung der 10 Helfer für das Wochenende sichergestellt waren. Mit Hereinbrechen der Dunkelheit wurden die Helfer bei einer Funkübung in zwei getrennten Trupps unter der Führung einer Einsatzleitung durch das weitläufige Gelände gelotst. Die Konzeption der Übung verlangte von den Helfern äußerste Präzision in der Formulierung der abgegebenen Funksprüche, da diese die Grundlage für das weitere Vorgehen des je anderen Trupps waren. Nach rund 2 Stunden hatten beide Trupps ihr jeweiliges Ziel erreicht.


Am Samstagvormittag wurde nach einem angenommenen Felsschlag in schwierigem Gelände eine Seilbahn unter Verwendung von Greifzügen und eines Dreibocks über einen etwa 10m tiefen Abgrund errichtet. Aufgrund der extremen Hitze mit über 35 Grad wurde die für den Nachmittag vorgesehene Übung in die etwas kühleren Abendstunden verlegt. Angenommenes Übungsszenario war hier eine Gasexplosion in einem der Übungshäuser. Die Helfer hatten nach der Erkundung durch die Führungskräfte zunächst einen Zugang zum Haus zu schaffen, in dem sie auf immer neue Hindernisse stießen, die sie überwinden mussten. Aufgrund von Rauchentwicklung konnte das Obergeschoss nur unter Einsatz von schwerem Atemschutz erkundet und die dort aufgefundene verletzte Person mit einem Leiterhebel aus dem Obergeschoß befreit werden. Gegen Mitternacht wurde auch diese Übung erfolgreich abgeschlossen.


Am Sonntagmorgen wurde das Camp abgebaut, sämtliches Material wieder auf die Fahrzeuge verlastet und die Heimfahrt in den Ortsverband angetreten.



Bilder: F. Kispert


Ausbildung mit der Feuerwehr Memmingen

Erklärung der Ortungsgeräte
Erkundung auf dem Trümmerkegel
Rettung des Patienten mittels Drehleiter
Rettung der verschütteten Person aus einem Hohlraum

31. Juli 2015

Memmingerberg (DH). Ausbildung der 2. Bergungsgruppe und der Fachgruppen Ortung und Räumen mit dem Löschzug II der Freiwilligen Feuerwehr Memmingen im Bereich Trümmerrettung und Tiefbauunfälle.


Auf einem Übungsgelände in Memmingerberg absolvierten Feuerwehr und THW eine gemeinsame Ausbildung zu zwei typischen THW-Einsatzszenarien. Bei einer ersten Station war eine verschüttete Person aus einem Trümmerkegel zu retten. Dabei demonstrierte die Fachgruppe Ortung zunächst ihre technischen Möglichkeiten, eine Person im Trümmerkegel aufzuspüren, sodass diese anschließend gezielt gerettet werden konnte. In der zweiten Station war ein Arbeiter bei Kanalbauarbeiten verletzt worden. Ziel war es, ihn ohne Einsatz von Spezialgerät und mit einfachen, leicht verfügbaren Mitteln so aus dem Gefahrenbereich zu bringen, dass eine Gefährdung der Einsatzkräfte minimiert wird. Durch einen Holzverbau konnte der Graben so abgestützt und gesichert werden, dass eine Rettung gefahrlos möglich war. Der Patient wurde anschließen mit der Drehleiter aus dem Graben gerettet.



Die gemeinsamen Ausbildungen mit Feuerwehr und Technischem Hilfswerk zeigen immer wieder auf, wie man sich fachlich und technisch im Einsatz ergänzen kann. Wir bedanken uns hierfür an den Löschzug II der Fw Memmingen für die gelungene Veranstaltung. 



Bilder: S. Zettler


Entfernen einer 40 m³ Späne-Mulde aus dem Gefahrenbereich
Unterstützung Löscharbeiten
Freilegen von Glutnestern zum Ablöschen
Bergeräumgerät im Brandschutt

Großbrand bei Gluthitze

5. Juli 2015

Memmingen/Niederrieden (KL). An dem wohl bisher heißesten Tag des Jahres ist ein Sägewerk in Niederrieden ein Raub der Flammen geworden. Bei Temperaturen von deutlich über 30 Grad forderte der Einsatz von allen Einsatzkräfte das Äußerste.

Der alarmierte Fachberater des THW forderte bereits nach wenigen Minuten an der Einsatzstelle die Fachgruppe Räumen mit Radlader und die Fachgruppe Logistik/Verpflegung zur Lieferung von Getränken an.

An der Einsatzstelle herschten durch den Brand Temperaturen von deutlich über 50 Grad, was insbesondere die Radladerfahrer, die stellenweise unter Atemschutz fahren mussten, bis an Ihre körperlichen Grenzen forderte. Das Gerät war mit gesamt 8 Betriebsstunden fast pausenlos im Einsatz.

Neben 13 Helfern vom OV Memmingen war die Log/Mat des OV Krumbach mit 3 Helfern zur Betankung im Einsatz.

Nach einem Einsatz am Freitag Abend, dem gleichzeit laufenden Festakt zum 60 Jubiläum, der Unterstützung des Golftunieres des Lions Club am Samstag waren die Helfer des OV dieses Wochenende praktische pausenlos im Dienst.

Fotos: THW Memmingen

Siehe auch: Polizeimeldungen

Im Selbstversuch konnten die Kameraden der Feuerwehr die Betonkettensäge testen.
Mit Schutzausrüstung ging es an das Plasmaschneidgerät.
Gruppenfoto mit den Kamerdaden vom LZ V.

Feuerwehr Memmingen zu Besuch im Ortsverband Memmingen

15. Mai 2015



Memmingen (DH). Die Freiwillige Feuerwehr Memmingen war zu einer gemeinsamen Ausbildung mit der 2. Bergungsgruppe und der Fachgruppe Räumen zu Besuch im THW Ortsverband Memmingen.


Der Löschzug 5 der Feuerwehr Memmingen besuchte das THW Memmingen. Schwerpunkt der gemeinsamen Ausbildung waren die Geräte und Ausstattung der „schweren Bergungsgruppe“ BII (B), die in Memmingen stationiert ist. Die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr erhielten eine kurze Einführung in den Umgang und die Einsatzmöglichkeiten von Betonkettensäge und Plasmaschneidgerät und konnten diese selbst einmal an Übungsobjekten testen. Daneben erhielten sie bei einem Rundgang durch den Ortsverband einen Einblick in Ausstattung und Einsatzoptionen des THW Memmingen.

Bilder: Thomas Heiland, Matthias Bergmanis

Einsatzübung der 2. Bergungsgruppe und der Fachgruppe Räumen

09. Mai 2015



Lindau (DH). Im Rahmen des Samstagsdienstes führten die 2. Bergungsgruppe und die Fachgruppe Räumen des OV Memmingen eine gemeinsame Einsatzübung durch. Als Szenario wurde eine Gasexplosion in einem Wohnhaus angenommen.


Am 9. Mai 2015 wurden die 2. Bergungsgruppe und die Fachgruppe Räumen des THW Memmingen um kurz nach 7:00 Uhr zu einer Gasexplosion in der Umgebung von Lindau angefordert. Die Auswertung der angegebenen Koordinaten verwies auf ein abgelegenes Grundstück bei Lindau/Weißensberg, das vom dortigen Ortsverband als Übungsgelände unterhalten wird.


Als die Helfer das Übungsgelände erreichten, quoll dichter Rauch aus einem offenen Fenster im dritten Stockwerk des dort aufgebauten Wohnhauses, wo einige Jugendliche standen und um Hilfe riefen. Nachdem mit einer Leiter sofort ein Zugang geschaffen wurde, konnten diese mit einem Leiterhebel aus dem Gefahrenbereich gebracht werden. Parallel dazu wurde eine weitere Person geborgen, die unter einer schweren Baumaschine begraben lag. Aufgrund der Hinweise einer panisch-umherirrenden Jugendlichen wurde das gesamte Gelände nach einer weiteren vermissten Person abgesucht; diese konnte schließlich in einem Waldstück gefunden und an den Rettungsdienst übergeben werden.


Mit der Betonkettensäge wurde ein Zugang zum Kellergeschoss geschaffen, das aufgrund der Explosion nur auf diesem Weg zugänglich war. Nach einer ersten Erkundung und Gasmessung zeigte sich, dass nur der erste Abschnitt des Kellers gefahrlos zu begehen war. Die dort aufgefundenen Personen wurden mit einem Bergetuch und der Bergeschleppe gerettet. Für die weiteren Abschnitte war schwerer Atemschutz nötig, so dass die Atemschutzgeräteträger weiter vordringen mussten. Dabei stießen sie auf einem mühsamen Weg auf zahlreiche Hindernisse die zu überwinden waren und auf Gefahrstoff-Behälter, die sie bergen mussten. Bei der weiteren Erkundung fand der Atemschutztrupp drei verletzte Personen. Mit der Hand war eine Person in ein Gitter eingeklemmt, so dass sie vor der Rettung befreit werden musste. Erschwert wurde diese Rettung durch eine erneute Explosion und starke Rauchentwicklung.


Nach der abschließenden Besprechung und Auswertung der Übung wurde gegen Mittag gemeinsam gegrillt und die Helfer konnten sich von den anstrengenden Aufgaben etwas erholen. Nachdem das Einsatzmaterial zurückgebaut und auf die Fahrzeuge verlastet war, traten die Helfer den Rückweg als Marsch in einem geschlossenen Verband von vier Fahrzeugen an.


Die 2. Bergungsgruppe und die Fachgruppe Räumen bedanken sich bei den Junghelfern der Jugend-Gruppe, die sich unermüdlich haben retten lassen und bei der Übungsleitung für die aufwändige Vorbereitung dieser gelungenen Übung.



Bilder: T. Hassel


Dichter Rauch dringt aus dem Dachgeschoss
Die Verletzten werden aus dem Gefahrenbereich gebracht
Mittels Leiterhebel konnten die Verletzten aus dem Obergeschoss gerettet werden
Teils unter schwerem Atemschutz mussten verletzte Personen gerettet werden
Anlegen der Pressluftatmer
Erkunden des Gebäudes von Außen
Schaffen eines Zuganges in das Untergeschoss
Rettung einer Verletzten Person mittels Leiterhebel

Übungsszenario: Gasexplosion in einem Wohnhaus in der Memminger Altstadt


10. März 2015



Memmingen (DH). Die ehrenamtlichen Kräfte vom Technischen Hilfswerk haben nicht oft die Möglichkeit, an einem Abrissgebäude zu trainieren. Am vergangernen Dienstag ergab sich die Möglichkeit dazu in einem Abrissgebäude in der Memminger Altstadt. Zu einer "Gasexpolsion" wurden die schwere Bergung und die FGr Räumen am Ausbildungsabend gerufen.

Nach dieser Meldung rückten die 2. Bergungsgruppe und die Fachgruppe Räumen mit den beiden Gerätekraftwägen sowie das neu beschaffte Stromerzeuguns-Aggregat in die Memminger Altstadt aus. Übungsobjekt war ein Abrissgebäude im ¨Klösterle¨.


Zunächst wurden in einer kurzen theoretischen Ausbildungseinheit die ¨5 Phasen der Bergung¨ wiederholt. Nach diesem standardisierten Muster gehen die Rettungskräfte etwa bei Großschadenslagen vor, um Personen aus eingestürzten Gebäuden zu retten.


Die Einsatzstelle wurde von der B2 mit dem Lichtmast des Aggregats großräumig ausgeleuchtet, während die Fachgruppe Räumen mit der Erkundung der Schadenslage begann. Um zu den Verletzten vorzudringen mussten eine versperrte Metalltür geöffnet und Zugänge zum verschütteten Keller und zum ersten Stock geschaffen werden. Im Kellergeschoss wurde eine verletzte Person reanimiert und mit einem Schleifkorb gerettet, während für den schonenden Transport einer weiteren Person aus dem ersten Stock der Leiterhebel eingesetzt wurde.


Wie realitätsnah die Ausbildung war, zeigten die Nachrichten des nächsten Tages. Zeitgleich mit der Ausbildung des Ortsverbandes Memmingen ereignete sich im nur 80km entfernten Gundelfingen tatsächlich eine Gasexplosion in einem Wohnhaus, bei der eine Person verschüttet wurde.

Besuch in der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Schaben-Süd/West


16. Dezember 2014



Kempten (DH). Am letzten Dienst des Jahres besuchte die Fachgruppe Räumen die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Schwaben-Süd/West in Kempten.

Der diensthabende Leiter der Einsatzzentrale führte durch die Räumlichkeiten und erklärte ausführlich die Struktur und Arbeitsweise der Einrichtung. Dabei zeigte er auf, wie eine eingehende Meldung oder ein eingehender Notruf entgegengenommen, protokolliert und schließlich zur weiteren Bearbeitung und Erledigung an die zuständigen Einheiten im Außendienst übermittelt wird. Wichtige Hilfsmittel für die Disponenten sind dabei zahlreiche Computerprogramme, die die Vorgänge strukturieren, dokumentieren und so ihre Bearbeitung unterstützen. Der im Hintergrund laufende Betrieb gewährte einen Einblick in das alltägliche Geschäft der Disponenten in der Einsatzzentrale. Von besonderem Interesse für das THW waren die sich etwa beim Autobahndienst (THV - Technische Hilfe auf Verkehrswegen) ergebenden Schnittmengen, bei denen das THW unmittelbaren Kontakt zur Einsatzzentrale hat.

Arbeiten mit der Klappschaufel
Arbeiten mit der Leichtgutschaufel
Arbeiten mit der Seilwinde

Erprobung Telelader

15. November 2014



Lauf a. d. Pegniz (SZ). Die Fachgruppe Räumen des Ortsverbandes Memmingen hatte letztes Wochenende die Möglichkeit, den Teleskoplader des Ortsverbandes Lauf – Nürnberger Land zu testen. Ziel war es, das Gerät kennenzulernen und die Einsatzoptionen für den eigenen Ortsverband abzuschätzen.


Für sieben Helfer begann der Samstag früh. Bereits um 6:00 Uhr morgens machten sie sich auf den Weg nach Lauf a. d. Pegnitz, um im dortigen Ortsverband einen Telelader der Firma Liebherr zu testen.
Die in den Fachgruppen Räumen bislang vorhandenen Bergeräumgeräte der Firma Zettelmeyer übersteigen in den kommenden Jahren die Altersgrenze von 30 Jahren. Auch der Ortsverband Memmingen verfügt über einen solchen Radlader ZL 1801. Da immer mehr Radlader technische Probleme haben, stehen sie nicht mehr oder nur mit Einschränkungen für den Einsatzdienst zur Verfügung. Vor diesem Hintergrund hat die FAG Räumen (Facharbeitsgemeinschaft der Fachgruppen Räumen) ein neues Fahrzeugkonzept erarbeitet und darin mehre Vorschläge für Nachfolgegeräte gemacht. Unter anderem ist in diesem Konzept ein Teleskoplader vorgesehen. Der Ortsverband Lauf hat in den letzten zwei Jahren im Auftrag der THW-Leitung einen Teleskoplader der Firma Liebherr (TL441-13) auf seine Einsatztauglichkeit und die gegebenen Einsatzmöglichkeiten getestet.


Die beiden Räumgruppen Lauf und Memmingen verlegten ihren Standort in einen nahegelegenen Steinbruch bei Lauf. Dort gab es eine Einweisung in das Fahrzeug und die verschiedenen Anbaugeräte. Danach konnten alle Helfer den Telelader auf Herz und Nieren erproben und in unterschiedlichen Situationen und Aufgabenstellungen testen.
Die Vielseitigkeit mit den verschiedenen Anbaugeräten (Arbeitsplattform, Klappschaufel 4 in 1, Palettengabel, Seilwinde und Leichtgutschaufel) machte sich bemerkbar. So kann der Teleskoplader flexibel eingesetzt werden und auch andere Fach- und Bergungsgruppen effektiv unterstützen. Obwohl er als Teleskoplader für reine Erdarbeiten nicht ausgelegt ist, lassen sich dennoch kleinere Erarbeiten ausführen. Ein Produktmix aus Radlader, Teleskoplader und Baggern scheint deshalb im THW gut vorstellbar.


Der Ortsverband Memmingen bedankt sich beim Ortsverband Lauf für die Möglichkeit der Erprobung des Teleskopladers!



Bilder: F. Kispert

Mit Hilfe der Motorfelx und dem Presslufthammer wurde ein Deckendurchbruch hergestellt.
Wanddruchbruch mit der Presslufthammer
Mit der Motorfelx wurde ein Stahlträger durchtrennt
Das BRmG beim beseitigen von Randtrümmern

Letzter Ausbildungssamstag für das Jahr 2014

25. Oktober 2014



Memmingen (SZ). Am letzten Samstagsdienst in diesem Jahr konnte der Technische Zug mit seinen Fachgruppen noch einmal die Gelegenheit für Ausbildungen nutzen, die aufgrund des höheren Zeitbedarfs an einem normalen Dienstabend nicht durchführbar sind. So baute die 2. Bergungsgruppe verschiedene Holzabstützungen. Die Fachgruppe Räumen verlegte ihre Fahrzeuge in eine nahegelegene Bauschuttdeponie, um mit dem Kompresser und dem Radlader Zugänge zu schaffen. Die Fachgruppe Ortung stellte auf der „Ideellen Spezialisierung Ortung“, den übrigen Ortungsgruppen aus Bayern das in Memmingen angesiedelte Projekt „Handy-Ortung“ vor.

Nach einem von der Fachgruppe Logistik/Verpflegung vorbereiteten Frühstück wurden die Ausbildungen in den verschiedenen Gruppen durchgeführt. Die Helfer der 2. Bergungsgruppe begannen nach einer theoretischen Einführung mit dem Bau einer Deckenabstützung aus Holz. Darüber hinaus wurde in der Fahrzeughalle eine Wandabstützung – ebenfalls aus Holz – gebaut. Beide Aufgaben erforderten den sachgerechten Einsatz verschiedener Holzbearbeitungswerkzeuge und handwerkliches Geschick.

Die Fachgruppe Räumen bereitete die Fahrzeuge sowie den Drucklufterzeuger mit den zugehörigen Geräten für den Einsatz vor und verlastete diese auf die Fahrzeuge. Anschließend verlegte die Einheit ihren Standtort in eine Bauschuttdeponie bei Benningen. Beim Eintreffen am Übungsort mussten die Helfer zunächst die Straße von Hindernissen befreien, die als Übungskünstlichkeit den Weg versperrten. Mehrere verschüttete Personen mussten geortet und anschließend geborgen werden. Nachdem die von Gas- und Wasserleitungen ausgehenden Gefahren gebannt waren, konnte mit dem Presslufthammer ein erster Zugang geschaffen werden, der den Weg zu einer verschütteten Person eröffnete und deren Bergung ermöglichte. Anschließend wurden verschiedene Vorgehensweisen bei Deckendurchbrüchen getestet. Ziel war es, eine Öffnung von einem halben Quadratmeter innerhalb kürzester Zeit mit Hilfe von Drucklufthämmern und Bohrern zu schaffen. Hierbei konnte die Gruppe eine Vielzahl an Informationen sammeln, die für eine schnelle Rettung hilfreich sind.

Während die Einheiten Ihre Ausbildung durchführten, wurde von der Fachgruppe „Logistik/Verpflegung“ ein leckeres Mittagessen vorbereitet, so dass sich die Helfer mittags stärken konnten. Hierfür vielen Dank!


Bilder: S. Zettler

Fit für den Ernstfall

23. September 2014



Benningen (SZ). Am vergangen Dienstag stand für die Fachgruppe Räumen eine Einsatzübung auf dem Dienstplan. Die Übung wurde von Florian Kispert und Thomas Heiland vorbereitet, sodass Gruppenführer und Helfer keine Informationen über das Übungsszenario hatten.

Über Funk wurden von der Übungsleitung UTM Koordinaten der Einsatzstelle an die Besatzung des GKW I übermittelt. Bei Großschadenslagen ist es üblich die Einsatzstellen mit UTM Koordinaten zu lokalisieren, da es oftmals keine exakte Anschrift gibt. Als diese erste Aufgabe erledigt war, konnten die Helfer zur Einsatzstelle anrücken.
Vor Ort ergab sich folgende Lage: Ein Betrunkener PKW Fahrer war mit seinem Fahrzeug von der Straße abgekommen und ist mit diesem an einem Abhang zum Stehen gekommen. Das Fahrzeug drohte weiter abzustürzen.
Nach Erkundung der Einsatzstelle, wurde die Sicherung des Kraftfahrzeuges mittels Rundschlingen und Seilwinde des GKW I durchgeführt. Danach galt es die Türe des Fahrzeuges mittels Halligontool und dem hydraulischen Rettungssatz zu öffnen. Während ein Trupp mit dieser Aufgabe beschäftigt war, tauchte eine aufgebrachte und verletzte Person an der Einsatzstelle auf. Diese Person gab an, in dem PKW gesessen zu haben und das es noch zwei weitere Insassen gab.
Nach diesem neuen Kenntnisstand wurde ein weiterer Trupp zur Personensuche im anliegenden Waldgebiet abgestellt. Dieser wurden nach der Rettung der verletzten Person aus dem PKW unterstützt. Nach rund 20 Minuten konnte die dritte Person in einem Dickicht aufgefunden werden. Somit war die Einsatzübung erfolgreich beendet.
Im Anschluss wurde die Übung im Ortsverband von der Gruppe nachbesprochen. Die Übungsleitung sowie auch die Helfer fanden die Übung sehr gut. Auch wenn es zu dem ein oder anderen Fehler gekommen ist, wurde für den Ernstfall dazugelernt. Aus diesem Grund sind diese Einsatzübungen ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung im THW.
Großer Dank gilt der Übungsleitung, die sich um das Grundstück und die Übungsvorbereitung gekümmert hat.

Gemeinsame Einsatzübung auf dem THW Übungsgelände Lindau

19. Juli 2014

Memmingen (SZ). Am Samstag, 19. Juli 2014, nutzten die beiden Fachgruppen des Ortsverbandes die Möglichkeit gemeinsam zu üben. Hierfür verlegten beide Gruppen und die Logistik Verpflegung (Log-V) auf das Übungsgelände des THW Lindau bei Weißensberg. Vor Ort konnten die beiden Fachgruppen unter Einsatzbedingungen ihr Können zeigen.

Um 8 Uhr fanden sich die Helfer im Ortsverband ein und bekamen vom Zugführer folgende Lage: „Laufender Ortungseinsatz, Gruppe mit 7 Personen ist vermisst. Personen konnten geortet werden. Technischer Zug wird nachgefordert.“ Bei dieser Übung übernahm die Räumgruppe die Aufgaben von einer Bergungsgruppe. Umgehend wurden die Fahrzeuge besetzt und abfahrbereit gemacht. Kurze Zeit später machte sich die Kolonne auf den Weg in Richtung Einsatzgebiet.

In einem leer stehenden, einsturzgefährdeten Gebäude waren die Personen in verschiedenen Bereichen eingeschlossen. Zunächst wurde von der Ortungsgruppe das umliegende Gelände abgesucht. Gleichzeitig wurde von der Räumgruppe die erste Person aus einem Fenster im ersten Stock gerettet. Kurze Zeit später machte sich ein Atemschutztrupp auf dem Weg um einen unterirdischen Röhrenkomplex zu erkunden. Mit dem Gasmessgerät wurden Messungen durchgeführt, um zu überprüfen, ob sich gefährliche Konzentrationen CO in den Schächten angesammelt haben. Dies war nicht der Fall.

Dichter Qualm dringt aus den Rohrleitungen. Momentan ist der Röhrenkomplex die einzige Möglichkeit für die Einsatzkräfte, Zugang zum Gebäude zu erlangen. Immer wieder treffen die Atemschutzgeräteträger auf Hindernisse die sie überwinden müssen.

Ein zweiter Zugang zum Röhrenkomplex wird geschaffen. Hierfür musste zunächst von der FGr Ortung ein Gasleitungsschieber, der von Randtrümmern überschüttet war, geortet werden. Nachdem das Haus Gas frei gemeldet wurde, konnte mit dem Motortrennschleifer ein Kellerschachtgitter geöffnet werden, und ein weiterer Atemschutztrupp erkundete den darunterliegenden Raum. Hier wurde eine weitere verletzte Person aufgefunden und gerettet. Der weitere Zugang wurde durch eine Mauer versperrt. Durch einen Ortungstrupp wurde erkundet, was sich hinter der Ziegelwand befindet. Nachdem keine Person festgestellt wurde, konnte ein Trupp der Räumen die Mauer durchbrechen und weiter erkunden.

Nun war es möglich durch die Röhren in das Hauptgebäude vorzudringen. Dort wurden von einem Atemschutztrupp Gefahrstofffässer lokalisiert, die aber für die Helfer keine Gefahr darstellten. Nachdem in den anderen Röhren und im Gebäude selbst die restlichen Personen gefunden und gerettet worden waren, galt es noch einen Bereich mit Baustützten abzusichern. Nachdem auch die Aufgabe abgearbeitet war, konnten die Helfer die Fahrzeuge wieder Einsatzbereit machen.

Der Logistiktrupp der ebenfalls ein Teil der Übung darstelle, bereitete während des laufenden Übungseinsatzes ein Mittagsessen vor. Aus der Feldküche wurde den Helfern das Essen serviert, und alle konnten sich etwas erholen.

Trotz des heißen Wetters war es eine gelungene Übung, bei der beide Gruppen ihre Zusammenarbeit weiter verbessern konnten. Ein Dank geht an alle Helfer die sich an der Übung beteiligt haben und an den Verpflegungstrupp für das hervorragende Essen an der Übungsstelle.

Bilder: Daniel Unglert

Erkunden und Dokumentieren
Eingeklemmte Person (Dummy) betreuen
Zugang mit Motorflex schaffen
Einsatzvorbereitung eines Atemschutzteams mit Atemschutzüberwachung
Bauklammer (Gasschieber) mit Metallsuchgerät geortet
Planung der Log-V
Abstützen einer Decke
Retten eines Verletzten mit Trage
Gruppenbild ohne Log-V

Ausbildungs- und Übungswochenende der Fachgruppe Räumen

13.Juni - 15. Juni 2014


Dornstadt (DH). Vom 13. bis 15. Juni 2014 führte die Fachgruppe Räumen des THW Ortsverband Memmingen ein Ausbildungs- und Übungswochenende durch. Das den Helfern unbekannte und abwechslungsreiche Gelände des Bundeswehr-Standortübungsplatzes Lerchenfeld bei der Rommel-Kaserne (Dornstadt) bei Ulm bot zahlreiche Herausforderungen für die Kraftfahrer und auch für die übrigen Helfer der Fachgruppe. Dadurch erwies es sich als idealer Übungsort.

Nach der Anreise am Freitag Abend wurde das „Camp“ aufgebaut und das unmittelbare Umfeld erkundet. Auftakt der Arbeit am Samstag war eine Ausbildungseinheit zum Thema LKW-Bergung. Ein „verunfallter“ LKW sollte mit verschiedenen Techniken über eine Rampe zurück auf die Straße gezogen werden. Dabei zeigten sich deutlich die Vorzüge und Schwächen der verschiedenen angewandten Techniken (Seilwinde, Greifzug und Bergegurt).

Unmittelbar nach Abschluss der Ausbildungseinheit wurden die Helfer zu einer Einsatzübung gerufen. Vermisstensuche: Wanderer. Sofort wurden die Fahrzeuge in das Einsatzgebiet verlegt. An der neuen Einsatzstelle wurden zunächst die leichter zugänglichen Teile des Geländes mit einer Suchkette abgesucht, anschließend standen die steileren Stellen und Felsabhänge im Zentrum der Aufmerksamkeit, die von einzelnen Trupps erkundet wurden. Hier wurde der Wanderer schließlich leblos in einer Steilwand entdeckt. Ein Helfer wurde zu dem Verunfallten abgeseilt, um diesen mit Hilfe des Rettungsdreicks zu befreien. Der Wanderer konnte auf diese Weise sicher geborgen und zur weiteren Behandlung an den Rettungsdienst übergeben werden.

Ein zweiter Übungseinsatz am Nachmittag war ebenfalls dem Thema der Orientierung und Suche in unbekanntem Gelände gewidmet. Ein Person war unter einem Panzer eingeklemmt, die Position des Unfalls unbekannt. Zunächst wurde das Gebiet anhand der Karte analysiert und eine Suchsystematik entwickelt. Bei der anschließenden Suchfahrt konnte die Unfallposition auf diese Weise schnell entdeckt werden.

In der abschließenden Ausbildungseinheit bauten die Helfer einen Ausleger-Lastkran, der das Anheben einer schweren Last mit der Seilwinde des GKW ermöglicht. Als Versuchsgegenstand diente dabei eine Panzersperre mit einem Gewicht von ca. 2,4 Tonnen, die auf diese Weise auf eine Höhe von ca. 2m angehoben werden konnte.

Am Sonntag Morgen wurde das Camp abgebaut, sämtliches Material wieder auf die Fahrzeuge verlastet und die Heimfahrt in den Ortsverband angetreten.



Abstecken den Straßenverlaufs
Mittel EGS wurde ein Steg gebaut
Planieren der Straße

Ausbildungssamstag im Ziegelwerk

26. April 2014

Klosterbeuern (SZ). FGr Räumen übt mit schwerem Gerät in Lehmgrube.

Am 26/04/2014 fand der erste offizielle Ausbildungssamstag im Ortsverband Memmingen statt. Die Räumgruppe verlege ihre Fahrzeuge und Material in die Grube des Ziegelwerks in Klosterbeuern. Hier bieten sich ideale Bedingungen für den Einsatz der Fahrzeuge der FGr Räumen. Auf einer Fläche von einem Quadratkilometer konnten verschiedene Einsatzoptionen mit dem Bergeräumgerät geübt werden.

Zunächst mussten die Helfer mittels Radlader einen Zugang zur Lehmgrube schaffen und einen Bereitstellungsraum für Fahrzeuge und Material anlegen. Danach wurde mittels Einsatzgerüstsystem ein frei tragender Steg gebaut, wie er Beispielsweise zum Einsatz kommt, wenn Hindernisse zu überwinden sind.

Um eine Straße anlegen zu können, wurde mittels Fluchtstäbe der Verlauf abgesteckt. Mit dem Radlader wurden Gräben zugeschüttet, um diese zu passieren zu können.


Am Mittag wurde die Fachgruppe durch die Log-V vor Ort verpflegt. Hierfür vielen Dank.
Ebenso möchten wir uns beim Ziegelwerk Klosterbeuern für die Bereitstellung des Geländes bedanken.

Das Team
Startaufstellung
Das gesamte Team

Blaulicht-Cup – FGr Räumen mit am Start

13. Februar 2014

Landsberg (Ha).

Am vergangenen Donnerstag, 13. Februar 2014 fand auf der Indoor-Kartbahn "Speed" in Landsberg wieder ein Blaulicht-Cup statt. Starten dürfen dabei sämtliche "Blaulicht-Organisationen". Angetreten sind wir gegen folgende Teams: Kart Cops Giesing, FFW Kaufering, FFW Waldberg, Wasserwacht Haunstetten, Wasserwacht Penzing, Polizei Inspektion Murnau, THW Landsberg und THW Starnberg.

Nach einer kurzen Fahrereinweisung über die Rennregeln, machten sich unsere vier Fahrer (Thomas Born, Florian Kispert, Andreas Fritsche und Tobias Hassel) für das  30-minütige Qualifying bereit. Hierbei zählte die am schnellsten gefahrene Rundenzeit und bestimmte somit den Startplatz. Nach dem erfolgreich absolvierten Qualifying starteten wir vom 3. Platz in das 80 Minuten dauernde Rennen. Mit dem Umschalten der Startampel auf grün, begann für unser Team der Kampf um den besten Platz. Mit spannenden Überholmanövern und nervenaufreibenden Fahrerwechseln stand nach Abwinken des Rennens unser Ergebnis fest. Wir belegten den 5. Platz mit 136 gefahrenen Runden und einer Rundenbestzeit von 32,694 Sekunden. Den ersten Platz belegten die Kart Cops Giesing, gefolgt von der FFW Waldberg. 

Nachdem das Team und die Fahrer der Meinung sind, dass noch "Luft nach oben" ist, freuen wir uns schon auf den nächsten Blaulicht-Cup im November 2014.


Bilder: Speed Indoorkart Sportcenter Landsberg am Lech

Eine Kiesgrube diente als Übungsgelände
Sandschlauchschaufel
Geschicklichkeit ist gefragt!

Ideelle Spezialisierung (IdS) Räumen 2013

19. Oktober 2013  

Landshut (SZ). Führungskräfte der Fachgruppe Räumen aus Bayern treffen sich zu einem Erfahrungsaustausch über die unterschiedlichsten Bergeräumgeräte. 


Dieses Jahr fand die IdS Räumen im Ortsverband Landshut statt. Die Gruppen- und Truppführer der Räumgruppen A+B bekommen hierbei die Möglichkeit einen Erfahrungsaustausch zu machen.

Dabei bekamen die Teilnehmer heuer die Möglichkeit, die verschiedenen Bergeräumgeräte kennenzulernen und zu testen. Über Mobilbagger, Telelader bis hin zum altbewährten Zettelmayer Radlader waren alle Baumaschinen vertreten. Man konnte sich eine eigene Meinung bilden, welches Gerät zu welchem Typ Einsatz passt. Die verschiedenen Räumgruppen bietet eine breite Palette an Einsatzmöglichkeiten.

Auch der Ortsverband München-Ost war mit seiner Sandschlauchschaufel vor Ort und demonstrierte diese. Mit diesem System kann innerhalb eines kurzen Zeitraums ein effektiver Wall gebaut werden. 

Ausprobieren des Tieflöfels
Planieren
Abladen des BRmG

Gemeinsame Ausbildung der Räumgruppen GFB Kempten

28.09.2013

Kempten (SH). Am diesem Samstagsdienst stand eine länger geplante Ausbildung mit der
Fachgruppe Räumen des Ortsverbands Kempten auf dem Programm.


In einem Kiesgrubengelände kamen die geballten Kräfte zweier Radlader und Kipper der
Fachgruppen Räumen Typ A zum Einsatz. Nach einer kurzen Begrüßung wurde den Helfern
aus Memmingen das Anbaugerät für den Radlader Zettelmayer ZL 1801 vorgestellt. Das
Anbaugerät umfasst nebst Baggerarm mit Tieflöffel auch einen Zweischalengreifer, einen
Polygreifer und einen hydraulischen Aufbrechhammer.


Auf dem Gelände boten sich viele Möglichkeiten, die Geräte auszuprobieren. So konnte in
Schutt und Kies gegraben oder verschiedene Bauwerksteile, wie etwa Stahlbetonklötze,
aufgebrochen werden. Weiter gab es noch die Gelegenheit, den Kipper mit
unterschiedlichen Baumaterialien zu beladen.

Nach einem gutem Mittagessen in der Unterkunft des Ortsverbands Kempten
wurde noch der Bau einer Straße erprobt.
Im Einsatzfall ist man meist abseits befestigter Straßen unterwegs, sodass abschließend das
Befahren verschiedener Untergründe ausprobiert wurde. Für die Kraftfahrer ist das sehr
hilfreich, da das Fahrzeug unterschiedlich reagiert und so in Ruhe geübt wurde.
Ein gelungener Dienst mit großem Lerneffekt für alle Beteiligten.



Bilder: Stefan Heckelsmüller, Thomas Heiland

GKW an der Einsatzstelle
Einweiser für das BRmG
Das Beräumen der Einsatzstelle

Einsatzübung an der Schelterschleife

27.08.2013

Memmingen (SZ). Auf dem Dienstplan der Fachgruppe Räumen war als Ausbildungsthema „Schleppen von Fahrzeugen“ vorgesehen. Die Ausbildung sollte auf der Schelterschleife am Allgäuairport stattfinden.
Auf der Anfahrt zum Flughafen wurde ein Übungsszenario  durchgegeben: “ VU PKW, PKW unter Trümmern“


Das Üben stellt die Grundlage für echte Einsätze. Umso realistischer geübt wird, desto besser können die Helfer auf die Realität vorbereitet werden. Aus diesem Grund wusste die Gruppe bis zum Einsatzauftrag nicht, dass sie heute eine Übung anstelle des Dienstes erwartet.

Der Überraschungseffekt war gelungen! Zunächst musste die Besatzung des GKW den Unfall finden, was durch die örtlichen Begebenheiten nicht ganz einfach war. Mittels Hebekissen und hydraulischem Rettungsgerät wurde der PKW von dem massiven Betonteilen befreit.

Weiterhin wurde ein Kind vermisst, dass sich im PKW befunden hat. Der angrenzende Wald wurde abgesucht und das Kind konnte rasch gefunden werden. Mit dem Schere/Spreizer-Satz  konnte der PKW Lenker schonend aus seinem PKW befreit werden.
Anschließend musste die Unfallstelle beräumt werden. Dazu setzte die Räumen ihr Bergeräumgerät ein.



Bilder: THW-MM

Der Wasserwerfer in Betrieb.
Gemeinsam wurde die Wandabsützung errichtet.
Teamwork ist gefragt!

Zusammenarbeit von Feuerwehr und THW

05.07.2013

Memmingen (SZ). Der Löschzug II der Freiwilligen Feuerwehr Memmingen traf sich mit der Fachgruppe Räumen und der 2. Bergung des Ortsverbandes um eine gemeinsame Ausbildung durchzuführen. Die THW Helfer bekamen eine Einweisung in die verschiedenen Löschtechniken und wir stellten den Kameraden der Feuerwehr unser Einsatzgerüstsystem (EGS) vor.


Im Einsatz arbeitet das THW immer wieder mit der Feuerwehr Hand in Hand. Um diese Zusammenarbeit weiter zu festigen und um spezielle Gerätschaften vorzustellen, trafen sich auch am vergangenen Freitag die Helfer beider Organisationen im Ortverband Memmingen.

Als Schwerpunkt der Ausbildung stellten wir unser Einsatzgerüstsystem (EGS) vor. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig.
Gemeinsam bauten Feuerwehr und THW Helfer eine Wandabstützung auf. Das gemischte Team arbeitete perfekt zusammen und errichtete die Abstützung innerhalb kürzester Zeit.


Eine interessante Erfahrung war für die THW’ler, die Löschtechniken kennenzulernen und selbst zu testen. Mit dem „Großtank“ wurde Wasser aus einem Vorhaltebecken angesaugt und über den Dachmonitor, der eine Leistung von 2400 Liter/Minute hat,  abgegeben. Nach wenigen Minuten waren die zur Verfügung gestellten Wasserreserven aufgebraucht. Was für eine Kraft hinter einem B-Strahlrohr steckt, durften alle am eigenen Leib spüren.   
Abschließend wurde uns noch der „FogNail“ an einer Tür demonstriert.


Zum Ausklang der Veranstaltung wurde gemeinsam gegrillt.



Bilder: Stephan Zettler, THW-MM

Karambolage im Nebel.
Das Dach des PKWs muss abgenommen werden.
Atemschutztrupp im Einsatz.

Karambolage im Nebel

22.06.2013

Bodelsberg (SH/TH). Gemeinsam mit dem Technischen Zug sowie der Fachgruppe Elektroversorgung aus Lindenberg  übte unsere Fachgruppe Räumen und die Zweite Bergungsgruppe für den Ernstfall in Bodelsberg auf dem Standortübungsplatz der Bundeswehr.

Kurz nach Eintreffen auf dem Übungsgelände kam eine Meldung über ein Zugunglück in der Umgebung herein. Auf dem weg einer THW-Einheit dorthin kam es im dichten Nebel zu einer Karambolage mit anderen Verkehrsteilnehmern, in dem auch ein MTW des THWs verwickelt wurde. Die THW-Gruppen des nahegelegenen Bereitstellungsraums rückten darauf hin aus und übernahmen die Rettung der Verletzten, die zum Teil eingeklemmt wurden. Wegen der Dunkelheit musste die Unfallstelle weiträumig ausgeleuchtet und eine Verletztensammelstelle errichtet werden.

Doch damit nicht genug: Nach einem kurzen Sammeln der Einheiten vor einem nahegelegenen Wohnviertel meldete sich ein besorgter Anwohner, dass er mehrere Handwerker, die er mit dem Streichen der Gasleitungen in seinem Haus beauftragte, seit längerem nicht mehr gesehen habe. Da man von einem Gasaustritt ausgehen musste, konnte man die Personen nur unter Atemschutz suchen. In dem Haus kam es zu erheblichen Kommunikationsschwierigkeiten weil die Wände sehr massiv waren. Nach der Personenrettung stürzte einer der Atemschutzgeräteträger schwer und dessen Maske ging kaputt. Plötzlich trat Gas aus und der verletzte Helfer musste schnellstens aus dem Gebäude heraus. Wegen der unbekannten Anzahl der Personen und Art der Verletzungen wurde eine schiefe Ebene errichtet.

Nur wenig später forderte uns die örtliche Feuerwehr an, die seit Tagen einen schweren Waldbrand zu bekämpfen hatte. Wegen der Trockenheit aber waren sämtliche angrenzende Löschteiche ausgetrocknet, sodass das THW mit dem Wassertransport in das unwegsame Gelände und Ablöschen kleinerer Teilstücke  beauftragt wurde. Hierbei zeigten sich die Vorteile der Transportkomponente des Kipper-Tiefladergespanns, da viele IBC-Behälter verladen und befüllt werden konnten.

Bei einer parallel verlaufenden Personenrettung kam eine Seilbahn zum Einsatz, bei der auch viel Grundwissen wie z. B. der Bau eines Dreibocks, verlangt wurde.

Es hat sich gezeigt, wie wichtig es ist, mit anderen Helfern und Einheiten zusammen zu arbeiten, damit man in einem echten Einsatzfall das gewünschte Ergebnis schnell und effektiv erreichen kann.

Ein großes Dankeschön an den OV Lindenberg und den Verpflegungstrupp des BRK Ostallgäu.



Bilder: Stefan Heckelsmüller

fertige Hängesteg über die Memminger Ach

Ausbildung behelfsmäßiger Übergänge

27. April 2013

Memmingen (SH). Am diesjährigen ersten Ausbildungssamstag baute die 2. Bergungsgruppe zusammen mit Fachgruppe Räumen einen Hängesteg.


An der Memminger Ach im Ortsteil Steinheim sollte ein behelfsmäßiger Übergang in Form einer Hängebrücke zum Transport von Verletzen errichtet werden, nachdem die dortige Brücke zusammengestürzt war, so das Übungsszenario. Dazu wurde als erstes ein Schlauchboot zur Erkundung eingesetzt, das später auch zum Materialtransport verwendet wurde. Anschließend wurden Erdanker (Festpunkte) gebaut. Hierbei kam das schwere Räumgerät zum Einsatz.

Gleichzeitig wurden die Dreiböcke gebaut, die nach dem Aufstellen mit einem Holm verbunden wurden. Erst jetzt war es möglich, die Stahlseile zu spannen.

Ein weiterer Trupp baute zwischenzeitlich die ersten Steg-Segmente, die anschließend mittels Schäkeln und Arbeitsleinen an die Drahtseile gehängt wurden. Die Bauteile wurden immer überlappend gebunden, sodass sich von selbst ein Vorschub ergibt und der entstehende Steg weiter in Richtung des anderen Ufers wächst.

Die gestrige Ausbildung zeigt, dass man mit einfachsten Mitteln (Seile, Bohlen und Pfosten) einen sehr effektiven Übergang bauen kann.

Die ersten Handgriffe werden Geübt
Löschen eines Flüssigkeitsbrand
Fettexplosion

Fire Trainer Ausbildung

23. März 2013

Memmingen (TH). Am 23.4.13 waren die THW Helferinnen und Helfer der Fachgruppen Räumen und B2 zu Gast bei der Feuerwehr Memmingen. Geschult wurde der Gebrauch und die Handhabung von Feuerlöschern am "Fire-Trainer".

Herr Andreas Land und Roland Stoeber vom Memminger Amt 34 für Brand und Katastrophenschutz vermittelte zuerst theoretisches Wissen über die verschiedenen Löscher und ihre Einsatzbereiche. Anschließend konnte sich jeder beweisen indem er verschiedene Kleinbrände, wie z.B. einen Monitor oder einen brennenden Elektromotor, schnellstmöglich löscht. Höhepunkt der Ausbildung war die Nachstellung der gefährlichen Fettbrandexplosion.
Vielen Dank für die tolle Ausbildung an Andreas Land, Roland Stoeber und die Memminger Feuerwehr.


Bilder: Thomas Pöppel, new-facts.eu

Mit dem Hebekissen werden die Unterzüge angehoben
Das BRmG beim Wegheben von Trümmern

Einsatzübung auf ehemaligem „Marktkauf“ Gelände

26. Februar 2013

Memmingen (SZ). Training für den Ernstfall

Gemeldet war ein Einsturz eines Supermarktes im Süden von Memmingen. Eine Person wird in den Trümmern vermisst!
Diese Aufgabe war für die Räumgruppe abzuarbeiten. Zunächst galt es die Lage zu erkunden und die vermisste Person aufzufinden. Unter einem Trümmerkegel konnte die Person schließlich gefunden werden, muss aber mit schwerem Gerät gerettet werden. Mehrere Unterzüge und Deckenelemente begruben den Dummy.

Das Bergeräumgerät ebnete sich einen Weg an die Schadenslage um große Trümmerteile abzutragen. Mit Hebekissen und Hydropressen konnten weitere Bauteile angehoben werden.

Eine Praxisnahe Ausbildung ist interessant für die Helfer und auch wichtig, um für den Ernstfall fit zu sein.


Bilder: Thomas Born

Telelader mit Arbeitskorb
Die funktionalität des Teleladers wird von den Teilnehmern selbst getestet

Ideelle Spezialisierung (IdS) Räumen 2012

10. November 2012 

Lauf (SZ). Führungskräfte der Fachgruppe Räumen aus Bayern treffen sich zu einem Erfahrungsaustausch zum Thema Einsätze und Übungen.


Am 10.11.2012 fand im Ortsverband Lauf a. d. Pegnitz die IdS der Fachgruppe Räumen statt. Die Teilnehmer wurden über den aktuellen Stand der FAG Räumen informiert. Hier stand die Ersatzbeschaffung der Bergeräumgeräte, die teilweise schon 30 Jahre im Einsatz sind, im Vordergrund. Des Weiteren wurde berichtet, dass eine Anpassung der Curriculum Nummern vorgesehen wird.

In der Ideelen Spezialisierung wurden aktuelle Probleme erörtert, wie z.B. die Zahl der Lehrgänge für Bergeräumgerätefahrer zu erhöhen. Hierbei sollte eine Neustrukturierung  der Lehrgänge vorgenommen werden.

Im Ortsverband Lauf wird momentan ein Telelader erprobt, welcher  den Beteiligten vorgestellt und vorgeführt wurde. Diese moderne Arbeitsmaschine könnte in vielen Bereichen des THW Anwendung finden.

Des weiterem kamen Vorschläge, eine gemeinsame Ausbildung/Übung im Bereich der IdS vorzunehmen. Ob dies möglich ist, wird sich in den kommenden Monaten herausstellen.


Bilder: Stephan Zettler, THW-MM

Arbeiten mit dem EGS
EGS Sprengwerk

Grenzübergreifende Zusammenarbeit

20. Oktober 2012

Weingarten (DU). Um voneinander lernen zu können und den persönlichen Kontakt wieder aufzufrischen, trafen sich an einem wunderschönen Oktober Samstag der THW OV-Weingarten und zwei Fachgruppen des THW OV-Memmingen für eine gemeinsame Ausbildung und Übung bei Weingarten.

Im Ausbildungsteil arbeiteten die Bergungsgruppen von Weingarten mit der Fachgruppe Räume aus Memmingen zusammen. Es wurden mit dem EGS (Einsatzgerüstsystem) mehrere Konstruktionen erstellt und ihre Funktion erläutert. Parallel tauschten sich die zwei Ortungsgruppen der Ortsverbände aus und verglichen ihr akustisches Ortungsgerät. Über die offizielle Ausstattung hinaus haben beide Ortungsgruppen sich über die Jahre zusätzliche Spezialausstattung beschafft, um den Einsatzherausforderungen an ihrem Standort gerecht zu werden. Dies Ausstattungskomponenten wurden vorgestellt und ihr Einsatzpotenzial erklärt.

Ohne große Pause sollte eine gemeinsame Übung auf dem weitläufigen Gelände einer größtenteils stillgelegten Papierfabrik folgen. Übungsannahme: Nach einer Verpuffung wurden mehrere Gebäudeteile beschädig, so das sie einsturzgefährdet waren. Außerdem werden mehrere Personen vermisst. Das Sichern der Gebäude mit EGS wurde durch zwei Bergungsgruppen und Fachgruppe Räumen geleistet. Die vermissten Personen wurden durch die beiden Ortungsgruppen gesucht und anschließend aus dem Gefahrenbereich gerettet.

So eine grenzübergreifende Ausbildung/Übung über die Landesverbandsgrenzen hinaus zeigte, trotz kleiner Unterschiede, dass wir "ein" THW sind und unser Ausbildungsniveau vergleichbar ist. Bei einem anschließenden Essen im OV-Weingarten konnten sich alle noch mal in Ruhe austauschen.

Unser Dank gilt dem OV-Weingarten für diesen sehr abwechslungsreichen und schönen Dienstsamstag.

Bilder: THW Memmingen

Arbeiten mit dem Druckluftbohrer
Gruppenbild

Praxisnahe Ausbildung der Fachgruppe Räumen auf Abrissgrundstück

10.07.2012

Memmingen (SZ). Die Fachgruppe Räumen des Ortsverbandes Memmingen übte am vergangenen Dienst die praxisnahe Ausbildung mit dem Kompressor.

Als Ausbildungsschwerpunkt wurde das Herstellen von Wand- und Deckendurchbrüchen geübt. Dies geschah mittels Druckluftbohrern und Durchlufthämmern. Als Übungsobjekt diente eine Abrissbaustelle in der Memminger Innenstadt. Selten kann man an „echten“ Bauwerken dieses Vorgehen üben.

Daher danken wir der Firma Max Wild, die uns das Gelände zur Verfügung stellte, auf dem die Ausbildung stattfinden konnte.

Bilder: THW Memmingen

THW Helfer beim entfernen der Fahrertüre
Feuerwehr und THW gemeinsam bei der Ausbildung
Gruppenbild der Teilnehmer

Gemeinsame Ausbildung mit der Feuerwehr

17.04.2012

Memmingen (SZ). Im Rahmen einer Ausbildung wurde die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und THW geübt.

Während des Ausbildungsdienstes wurde das Retten eingeklemmter Personen aus einem Fahrzeugwrack trainiert. Des weiteren rettete man eine verschüttete Person unter einem Trümmerkegel mittels schwerer Hebekissen.
Ziel der Ausbildung war die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und THW im Hinblick auf den Ernstfall zu üben.

Nachdem die Feuerwehr das fachgerechte „Zerlegen“ erklärt und gezeigt hatte, wurden die Helfer des THW auch aktiv indem sie unter Anweisung der Feuerwehr arbeiteten. Die eingeklemmte Person konnte schnell und schonend gerettet werden.
Danach demonstrierte das THW die praxisnahe Anwendung der schweren Hebekissen und befreite so eine eingeklemmte Person.

Bei anschließender gemeinschaftlicher Brotzeit bei der Feuerwehr ließ man den Abend gemütlich ausklingen. Hierbei gilt ein besonderes Danke an Arthur Gischel, Stefan Scheibel und Matthias Sahler vom Löschzug 2 der Feuerwehr Memmingen.


Bilder: Feuerwehr Memmingen / THW Memmingen

Kipper mit Tieflader, Transport Radlader OV SF
Transport von "Schneehexen"

THW Memmingen unterstützt THW Sonthofen

16. Februar 2012

Oberstdorf (SH/SZ). Aufgrund der starken Schneefälle in den vergangenen Tagen wurde durch die Deutsche Bahn der Ortsverband Sonthofen angefordert, um den Bahnhof Oberstdorf von den Schneemassen zu befreien. Da für die kommenden Tage milderes Wetter angekündigt wurde und am kommenden Wochenende ein großes Sportereignis stattfinden soll, entschied man sich, kein Risiko einzugehen und die Dächer des Bahnhofs abzuräumen.

Der Ortsverband Sonthofen forderte personelle Unterstützung aus dem Ortsverband Füssen sowie materielle Unterstützung in Form von „Schneehexen“ und Tieflader des Ortsverbands Memmingen am späteren Nachmittag an. Die Fachgruppe Räumen (OV Memmingen) übernahm den Transport der Schneeschaufeln sowie den Transport des Sonthofener Radladers nach Oberstdorf.

Der Einsatz zog sich auf ungefähr zehn Stunden hin.